Anleitung

HR Software einführen:
Schritt für Schritt für Schweizer KMUs

Diese Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie digitales HR Onboarding und Recruiting konkret in Ihrer Firma einführen – ob Sie nur ein Produkt nutzen oder beide zusammen.

HR Onboarding digital einführen

Von der ersten Konfiguration bis zum laufenden Betrieb – in 5 Schritten startklar.

1
Konto erstellen & Organisation konfigurieren
Rollen, Abteilungen und Berechtigungen einrichten

Nach der Registrierung richten Sie zuerst Ihre Organisationsstruktur ein. Das System unterscheidet fünf Rollen mit abgestuften Berechtigungen:

  • HR – verwaltet alle Eintritte, Austritte und Personalien
  • Fachleitung – prüft und gibt Onboarding-Prozesse frei
  • Bereichsleitung – erhält Übersicht über ihren Bereich
  • Mitarbeitende – füllen ihre Personalien selbst aus

Definieren Sie Ihre Abteilungen und Bereiche so, wie Ihre Firma strukturiert ist. Das beeinflusst später, welche Checklisten automatisch zugewiesen werden.

Sichtbarkeit & Berechtigungen — wer sieht was?

Mitarbeitende, Eintritte und Austritte werden nur für die Personen sichtbar, die sie auch betreffen — DSG-konform und Datenminimierungs-Prinzip:

Rolle sieht Mitarbeitende / Eintritte / Austritte kann bearbeiten
Master-Admin / Admin / HR Alle der Organisation Ja, alle
Bereichsleitung (BL) Alle Mitarbeitenden des eigenen Bereichs (alle Fachbereiche darunter) Visieren / Genehmigung im 4-Augen-Prinzip
Fachleitung (FL) Mitarbeitende des eigenen Fachbereichs plus selbst angelegte Eintritte/Austritte Eigene Anlagen + zugewiesene Aufgaben
IT Alle Mitarbeitenden organisationsweit, aber nur Geräte-Daten — keine Lohn-, AHV- oder Personalien-Felder Geräte zuweisen / zurücknehmen
Mitarbeitende Nur eigene Daten via Self-Service-Link Eigene Personalien

Die Zuordnung zu Bereich oder Fachbereich erfolgt im Benutzerverwaltungs-Tab. Eine Person ohne Bereichs-/Fachbereichszuweisung sieht nichts, bis Sie sie zuordnen.

Tipp: Laden Sie zuerst eine HR-Person als Admin ein, damit diese die weiteren Konfigurationen selbst vornehmen kann.
2
Checklisten-Vorlagen anlegen
Aufgaben, Fristen und Verantwortlichkeiten definieren

Checklisten sind das Herzstück des Systems. Für jeden Eintritt (und Austritt) wird automatisch eine Checkliste erstellt. Die Aufgaben werden durch HR verwaltet und zugewiesen. Richten Sie zuerst die Vorlagen ein:

  • HR-Aufgaben – alle To-dos die HR für den Eintritt erledigen muss
  • Fälligkeitsdaten – z. B. «3 Tage vor Eintritt» oder «Am ersten Arbeitstag»
  • Erinnerungen – automatische Benachrichtigungen bei offenen Aufgaben
  • Vorlagen für Dokumente – Verträge, Zeugnisse und andere Standarddokumente
Schweizer Kontext: Planen Sie in Ihrer Checkliste Aufgaben für die AHV-Anmeldung (innerhalb 30 Tage) und die BVG-Anmeldung (je nach Pensionskasse 3–14 Tage nach Eintritt) ein.
3
Mitarbeitende einladen & Self-Service aktivieren
Personalien digital und papierlos erfassen

Sobald ein neuer Mitarbeitender bekannt ist, erfassen Sie den Eintritt im System. Die einzuladende Person erhält automatisch eine E-Mail und füllt ihre Personalien selbst aus – digital, papierlos und DSG-konform:

  • Personalienformular – Name, Adresse, AHV-Nummer, Bankverbindung etc.

Die eingegebenen Daten werden direkt ins System übernommen – keine manuelle Erfassung durch HR nötig.

4
4-Augen-Prinzip einrichten
Freigabe-Workflow für revisionssichere Prozesse

Das 4-Augen-Prinzip stellt sicher, dass kein Eintritt unkontrolliert durchläuft. Der Workflow ist mehrstufig:

  • Fachleitung prüft – fachliche Angaben und Aufgaben
  • HR genehmigt – finaler Freigabe-Schritt
  • Automatische Benachrichtigungen – alle Beteiligten werden informiert
  • Kommentarfunktion – Rückfragen und Feedback direkt im Prozess

Der gesamte Freigabe-Verlauf ist protokolliert und jederzeit nachvollziehbar – relevant für Revisionen und interne Kontrollen.

5
Dashboard nutzen & Daten exportieren
Überblick behalten und Lohnbuchhaltung bedienen

Das Dashboard zeigt Ihnen in Echtzeit alle laufenden Eintritte und Austritte – gefiltert nach Status, Bereich oder Datum.

  • Live-Übersicht – offene Aufgaben, bevorstehende Eintritte, überfällige Fristen
  • Filterfunktion – nach Bereich, Rolle, Status oder Zeitraum
  • Export – Daten als Excel oder PDF für die Lohnbuchhaltung oder Revision
  • Erinnerungen – automatische Hinweise bei Fristen oder offenen Aufgaben
Tipp: Richten Sie Erinnerungen für gesetzliche Fristen (AHV, BVG, Quellensteuer) direkt in der Checkliste ein, damit nichts vergessen geht.
6
Geräte & Bestands-Mitarbeitende verwalten
IT-Inventar im selben System wie HR-Workflows

Statt einer separaten Excel-Liste verwalten Sie Laptops, Handys, Schlüssel, Badges und alle weiteren Geräte direkt im IT-Dashboard. Die Software hält die komplette Zuweisungs-Historie pro Gerät und MA – wichtig für Audits, Versicherung und saubere Übergaben.

  • Geräte erfassen – Name, Hersteller, Modell, Seriennummer, Kaufdatum, Garantie. Kategorien (Laptop, Handy, Tablet, Schlüssel, Badge, …) sind pro Organisation konfigurierbar.
  • Zuweisen & zurücknehmen – ein Klick im IT-Dashboard oder direkt aus der Eintritts-Checkliste. Beim Austritt erscheint automatisch ein Hinweis-Banner mit allen offenen Rückgaben.
  • Bestands-Mitarbeitende erfassen – wenn Sie unsere Software nachträglich einführen, können Sie bestehende MA mit einem Klick anlegen, ohne ein Onboarding zu starten. Damit sind sie sofort im System für Geräte-Zuweisung und spätere Austritte.
  • Volle Historie – pro Gerät sehen Sie, wer es wann hatte, mit Notizen zu Zustand und Übergabe.
  • Multi-Tenant & rollenbasiert – IT, HR und Admin verwalten alles, FL/BL sehen Geräte ihrer eigenen MA als Read-only.
Tipp: Beim Austritt zeigt die Checkliste alle dem MA noch zugewiesenen Geräte mit Rückgabe-Button — so geht beim Mitarbeiter-Wechsel garantiert nichts verloren.
7
Dokumente generieren & versenden
Verträge, Zeugnisse und Bestätigungen aus Vorlagen erzeugen

Statt Word-Vorlagen manuell zu öffnen und Felder zu ersetzen, generiert die Software Dokumente direkt aus den hinterlegten Personalien. Sie pflegen die Vorlage einmal — danach läuft die Erzeugung automatisch:

  • Vorlagen für Standarddokumente – Arbeitsverträge, Arbeitszeugnisse, Bestätigungen, Austrittsschreiben — eigene Vorlagen pro Dokumenttyp.
  • Automatische Platzhalter – Name, Adresse, Eintrittsdatum, Lohn, Pensum, Funktion etc. werden aus dem Personalienformular eingesetzt. Keine manuelle Übertragung.
  • Versionierung – jede Vorlagen-Änderung wird gespeichert; ältere Versionen bleiben jederzeit abrufbar (Audit-Sicherheit).
  • Direkter E-Mail-Versand – generiertes Dokument als PDF an die/den Mitarbeitende(n) oder die Fachleitung senden, ohne Download-Umweg.
Tipp: Hinterlegen Sie eine Vorlage für jeden Vertragstyp (unbefristet, befristet, Praktikum, Lehrlinge) — so können Sie auch saisonale Eintrittswellen ohne Mehraufwand abwickeln.

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Recruiting digital einführen

Von der Stellenausschreibung bis zur Einstellung – Ihr Bewerbermanagement in 5 Schritten.

1
Karriereseite einrichten
Ihr Unternehmen professionell als Arbeitgeber präsentieren

Ihr Recruiting-Account gibt Ihnen eine eigene Karriereseite, die Sie vollständig gestalten können:

  • Logo und Firmenprofil – eigenes Branding für einen professionellen Auftritt
  • Individuelle Bewerbungsformulare – definieren Sie selbst, welche Angaben Sie benötigen
  • Custom Fields pro Stelle – stellenspezifische Fragen (z. B. Sprachkenntnisse, Verfügbarkeit)
  • CV-Parser – Bewerber laden ihren Lebenslauf hoch (PDF oder DOCX), das System erkennt Name, Adresse und Kontaktdaten automatisch und füllt das Formular vor — weniger Tipparbeit für den Bewerber
  • Automatische Bestätigungs-E-Mail – Bewerber erhalten sofort eine Empfangsbestätigung
Tipp: Verlinken Sie Ihre Karriereseite auf Ihrer Firmenwebsite und in E-Mail-Signaturen – so erreichen Sie auch passive Bewerber.
2
Erste Stelle erstellen & ausschreiben
Jobbörsen-Anbindung und Stellenmeldepflicht

Erstellen Sie Ihre erste Stellenanzeige und veröffentlichen Sie sie direkt aus dem System heraus:

  • jobs.ch – automatischer XML-Feed für die grösste Schweizer Jobbörse
  • Job-Room (SECO) – direkte Publikation auf der staatlichen Plattform
  • Meldepflicht (Art. 21a AUG) – das System erkennt automatisch, ob eine Stelle meldepflichtig ist
  • Status-Sync – Statusänderungen werden in Echtzeit synchronisiert

Nach der Publikation erhalten Bewerber einen direkten Link zur Stelle und können sich sofort bewerben.

Schweizer Kontext: Seit 2018 gilt die Stellenmeldepflicht für bestimmte Berufsgruppen mit hoher Arbeitslosigkeit. Das System erkennt meldepflichtige Stellen automatisch und vereinfacht die Meldung ans RAV.
3
Bewerbungen in der Kanban-Pipeline verwalten
Überblick über alle Kandidaten auf einen Blick

Alle eingehenden Bewerbungen erscheinen automatisch in Ihrer Pipeline. Der Standard-Workflow umfasst die folgenden Phasen:

  • Neu → Prüfung → Interview → Angebot → Eingestellt
  • Drag & Drop – Kandidaten zwischen Phasen verschieben
  • Dokumente direkt ansehen – Lebenslauf und Beilagen ohne Download
  • Notizen mit @-Erwähnungen – Teammitglieder direkt in einer Notiz markieren; sie bekommen eine Benachrichtigung in der Inbox und per E-Mail
  • Inbox-Posteingang – alle Erwähnungen an einem Ort, mit Glocken-Anzeige im Header und 1-Klick-Sprung zur Notiz
  • Sichtbarkeits-Filter – Erwähnungen sind nur für Personen möglich, die Zugriff auf die Stelle haben (kein Info-Leak an Unbefugte)
  • Filter und Suche – schnell den richtigen Kandidaten finden
Datenschutz-Tipp: Nach Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) dürfen Bewerber-Unterlagen nur so lange aufbewahrt werden, wie für den Bewerbungsprozess nötig — typischerweise maximal 3 Monate nach Absage. Wer Unterlagen für künftige Stellen behalten will, braucht die ausdrückliche Einwilligung der Person. Im System können Absage-Profile mit einem Klick gelöscht werden, das Audit-Log dokumentiert die Löschung DSG-konform.
4
Interviews koordinieren & Kandidaten bewerten
Termine, Scorecards und Kalendereinladungen

Planen Sie Vorstellungsgespräche direkt in der Plattform – ohne externe Tools:

  • Interview-Termine koordinieren – Datum, Zeit und Ort direkt im System erfassen
  • Kalendereinladungen (.ics) – automatischer Versand an Bewerber und HR, kompatibel mit Outlook, Google Calendar und Apple Calendar
  • Scorecards – strukturiertes Bewertungsraster für jedes Interview
  • Feedback sammeln – alle Beurteiler können ihr Feedback direkt im System eintragen
Tipp: Alle Kalendereinladungen werden in der Zeitzone Europe/Zurich erstellt – so gibt es keine Verwirrung bei Kandidaten aus anderen Kantonen oder dem Ausland.
5
Kandidaten ins HR Onboarding übernehmen
Nahtloser Transfer ohne doppelte Erfassung

Sobald ein Kandidat die Phase «Eingestellt» erreicht, können Sie ihn mit einem Klick direkt ins HR Onboarding übernehmen:

  • Automatische Datenübernahme – alle erfassten Angaben werden direkt übertragen
  • Personalienformular vorausgefüllt – der neue Mitarbeitende muss nur noch ergänzen und bestätigen
  • Kein manuelles Kopieren – keine doppelte Erfassung, keine Übertragungsfehler
  • Onboarding startet sofort – Checkliste wird automatisch ausgelöst

Dieser Schritt ist nur verfügbar, wenn beide Produkte (HR Onboarding + Recruiting) aktiviert sind.

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HR-Tools — kostenlose Schweizer Rechner

Sechs eigenständige Tools für die häufigsten HR-Berechnungen nach Schweizer Recht. Kein Login nötig, alles client-seitig, druckbar als PDF mit Firmen-Header.

Ferientage-Rechner

Restanspruch und Auszahlung bei Austritt nach OR Art. 329a–d

Berechnet anteiligen Ferienanspruch zwischen Eintritt und Austritt sowie die Brutto-Auszahlung des Restanspruchs:

  • 5- und 6-Tage-Woche (Standard, Gastro, Detailhandel)
  • Pro-rata-Berechnung nach Tagen/365 mit Schaltjahr-Korrektur
  • Pensum-Berücksichtigung für Teilzeit
  • Kürzungen Art. 329b bei Krankheit, Schwangerschaft, Eigenverschulden
  • Tageslohn = Monatslohn / 21.75 (Schweizer Standard)

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Probezeit + Kündigungsfrist-Rechner

Probezeit-Ende und frühestes Vertragsende nach OR 335b/c

Bestimmt das Probezeit-Ende und die anwendbare Kündigungsfrist gemäss Schweizer Obligationenrecht:

  • Probezeit 0–3 Monate mit korrekter addMonths-Logik (OR Art. 77 Abs. 2)
  • Verlängerung bei Verhinderung in der Probezeit (Art. 335b Abs. 3)
  • Kündigungsfristen automatisch: 1 M (1. DJ), 2 M (2.–9. DJ), 3 M (ab 10. DJ)
  • Vertragliche Frist länger als gesetzliche → vertragliche gilt
  • Frist endet auf Monatsletzten

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Lohnfortzahlung-Rechner

Anspruchsdauer und Brutto-Summe nach OR 324a (Berner / Basler / Zürcher Skala)

Bei Krankheit oder Unfall nach Schweizer OR Art. 324a:

  • Alle 3 Skalen (Berner, Basler, Zürcher) mit Vergleichs-Tabelle
  • 3-Monats-Mindestdauer (Art. 324a Abs. 1) wird geprüft + Warnung
  • 100 % nach OR + 80 % KTG-typisch
  • Anspruchsperiode inklusive letzter Anspruchstag
  • Quellen: SECO-FAQ + Mobiliar-Ratgeber

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Arbeitszeugnis-Generator

Vollzeugnis und Zwischenzeugnis nach OR Art. 330a

Generiert formgerechte Schweizer Arbeitszeugnisse:

  • 6-stufige Bewertungsskala für 6 Kategorien (Qualität, Arbeitsweise, Initiative, Belastbarkeit, Verhalten Vorgesetzte / Kollegen)
  • Konsistente Pronomen (Frau/Herr × alle Kasus)
  • Standard-Phrasen "stets zu unserer vollsten Zufriedenheit" etc.
  • Schluss-Formeln: Trennungsgrund, Bedauern, Dank, Wünsche
  • Vollzeugnis (Präteritum) oder Zwischenzeugnis (Präsens)

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Sperrfristen-Rechner

Vertragsende exakt nach OR Art. 336c — mit mehreren Verhinderungs-Perioden

Premium-Rechner für die schwierigste OR-Berechnung — wann ist eine Kündigung NICHTIG, wann verschiebt sich das Vertragsende:

  • Mehrere Krankheits-/Unfall-Perioden mit Überlappungs-Schutz
  • Sperrfristen je DJ: 30 / 90 / 180 Tage
  • Militär > 11 Tage mit automatischer +4-Wochen-Erweiterung
  • Schwangerschaft + 16 Wochen nach Geburt
  • Probezeit-Ausschluss, Eigenkündigung-Ausschluss
  • BGer 4A_549/2024 Rückfall-Logik
  • Schritt-für-Schritt-Erklärung der Berechnung

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Arbeitsrapport-Generator

Wochenrapport mit ArG-Compliance-Check

Wochenrapport mit Arbeitszeiten und Pausen, automatische Validierung nach Schweizer Arbeitsgesetz:

  • Pausen-Pflicht ArG Art. 15 auf Netto-Arbeitszeit (15 Min > 5.5 h, 30 Min > 7 h, 60 Min > 9 h)
  • Tagesmax 9 h / 14 h mit Überzeit-Warnung (ArG Art. 9 / 25)
  • Wochenmax 45 h / 50 h nach Kategorie (Industrie / übrige)
  • Ruhezeit ≥ 11 h zwischen Schichten (ArG Art. 15a)
  • Über-Mitternacht-Schichten korrekt berechnet
  • Kader-Modus (Lohn ≥ CHF 120'000) mit vereinfachter Erfassung

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Tools-Übersicht ansehen

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